Wert(e)volle Führung

Mitarbeiter*innen wollen Vorgesetzte, bei denen sie wissen, woran sie sind.

Wie kann ich dies als Führungskraft nun leisten?

Die Forschung nähert sich den Antworten von zwei Seiten.

  1. Warum scheitern Unternehmen und Führungskräfte?
  2. Was zeichnet nachhaltig erfolgreiche Unternehmen und Führungskräfte aus?

Sehr viele Untersuchungen finden sich im Center for Creative Leadership (vgl. Zenger und Folkman; Dotlich und Cairo), aber auch im deutschsprachigen Raum finden sich interessante, teils provokant zusammengefasste Ergebnisse (Derailment und Managementversagen).
Rüdiger Hossiep spricht sogar von „funktionalen Psychopathen“.

 

Eines der deutlichsten Ergebnisse mit der größten Auswirkung:

Top-Führungskräfte haben ein klares Wertesystem.

Überraschende Erkenntnis:

Es ist nicht notwendig, dass die Werte von Mitarbeiter*innen und FK deckungsgleich sind.

Viel wichtiger sind konstante Werte, die nicht „situationsflexibel“, also nach Opportunität gewechselt werden. Sie sind meinungsstark und schwimmen auch mal gegen den Strom. Trotzdem gehen diese Führungskräfte wertschätzend mit den Wertesystemen der Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen um.

 

Wertschätzend heißt hier keinesfalls „es allen rechtmachen“. Wertschätzend bedeutet, dass ich an den Beweggründen interessiert bin, dass ich ermessen kann, was es für die anderen bedeutet, Kompromisse eingehen zu müssen.
 

Voraussetzung ist natürlich, sich seiner eigenen Werte bewusst zu sein.
Was ist der Ursprung der eigenen Werte?
Sind die Werte übernommen oder sind sie hinterfragt und nach Reflexion entschieden?

 

Wer diese Arbeit, und es ist echte Arbeit, geleistet hat, gewinnt viel.
Klare Entscheidungen, klare Kommunikation, Transparenz, Einbindung, Wertschätzung fallen wesentlich leichter. Besonders aber gibt diese Führungskraft dann auch Orientierung, ganz besonders wichtig in Zeiten des permanenten Wandels, der enormen Beschleunigung und dem Auftauchen neuer Erkenntnisse.

 

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